Schutz für die Schindel

Das Haus des Herrn in Jenbach in Tirol, die über 500 Jahre alte St. Wolfgang Kirche, hat mit den Anfechtungen des Weltlichen zu kämpfen: Nicht mehr ganz so fest war zuletzt ihr Turm. Bevor die Sicherheit der Gläubigen beeinträchtigt worden wäre, wurde das Schindeldach umfassend saniert.

Pfarrer Wolfgang Meixner fürchtete spätestens bei der ersten, sich lösenden Schindel um das Wohl seiner Schäfchen und wusste, dass die Erneuerung des Kirchendachs keinen Aufschub duldete. Ebenso stand fest, dass Eternitplatten, wie sie dort noch zu finden waren, nicht mehr infrage kämen. Infrage kam, auch aus Gründen des Denkmalschutzes, nur eins: traditionelle Lärchenschindeln. Nach denen brauchte Meixner nicht lange zu suchen, denn im Nachbarort Wiesing sind die Brüder Mathias und Achim Astner als eine der Letzten auf das Tiroler Traditionshandwerk spezialisiert. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Das dachte sich auch Mathias Astner selbst, als es um die Farbe für die Schindeln ging: Sie kommt aus dem ebenfalls benachbarten Schwaz, vom auf Holzveredelung spezialisierten Tiroler Unternehmen Adler.

Fotos: Adler

Rundum geschützt

Alle Schindeln wurden noch im Betrieb in Imprägniergrund getaucht. Eine Spezialität der Astners, die als Einzige in Tirol diese Technik anwenden. „Der Vorteil ist, dass der Holzschutz für die ganze Schindel gegeben ist”, erklärt Mathias Astner. „Wenn man, wie sonst üblich, nur die schon verlegten Schindeln imprägniert, bleibt viel Holz ungeschützt.” Tausende Schindeln wurden anschließend in luftigen Höhen verlegt und mit Nägeln befestigt. Jede Schindel ist unterschiedlich breit, sodass man eine Art Mosaikkünstler sein muss, um sie optimal am Dach anzubringen. Kein Problem für das Team von Astner, das den Kirchturm zusätzlich sogar mit Mustern im Schindeldach verzierte. Anschließend wurden die rundumimprägnierten Schindeln gestrichen, und zwar mit Holzlasur im für die Innsbrucker Diözese, zu der Jenbach gehört, typischen Farbton Oxidrot. Mehr als 300 Stunden verbrachten die Arbeiter der Firma Astner am Seil, bis das Werk vollendet war. Das letzte i-Tüpfelchen waren die neu vergoldeten Kugeln, die an den Giebeln angebracht wurden. Jetzt ist der Turm des Herrn in Jenbach wieder fest – und nicht nur das: Er ist auch schöner als je zuvor.

 

 

Weitere Informationen: adler-lacke.com

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