Strukturierter Lehmputz gegen Langeweile

Zerknittert statt glatt gespachtelt - Filigrane Strukturen lassen die Wandfläche lebendig wirken, ohne dabei zu stark in den Vordergrund zu treten. Der eingesetzte weiße Lehmputz vermittelt Eleganz.

Häufig sind es die kleinen Dinge im Leben, die es großartig machen. Wer hat diesen Spruch nicht schon einmal irgendwo gehört oder gelesen? Diese geflügelten Worte könnte man eins zu eins auf die Lehmtechnik im Knitter-Look übertragen. Äußerst dezente Strukturen, die erst bei genauerem Betrachten ins Auge fallen, lassen die Lehmputzoberfläche elegant und natürlich zugleich erscheinen. Ein naturweißer Lehmfeinputz unterstreicht dabei die Eleganz der Gestaltungstechnik zusätzlich. Er lässt ein dezentes Spiel von Licht und Schatten in der filigranen Knitterstruktur entstehen, das sich je nach Betrachtungswinkel unterschiedlich deutlich zeigt.

 

Mit Zeitungspapier zur einzigartigen Struktur

Die Struktur erhält der Lehmfeinputz durch einfaches Zeitungspapier. Bevor die Zeitung nach der Morgenlektüre also ins Altpapier wandert, kommt ihr noch eine gestalterische Aufgabe zu. Damit das Papier die gewünschte Struktur im Putz hinterlassen kann, sollte es bereits vor dem Aufziehen des Putzes zerknüllt und wieder leicht glatt gezogen werden.

Edle Wandgestaltung: Die feine Knitter-Struktur in dem weißen Lehmfeinputz wirkt äußerst dezent, aber keineswegs langweilig.

 


Der Lehmputz wird auf den vorbereiteten Untergrund gleichmäßig aufgezogen. Dann glättet man ihn mit der venezianischen Glättkelle ab. Jetzt muss der Putz etwas anziehen; er sollte sich noch feucht, aber nicht mehr „klebrig“ anfühlen. Falls er tatsächlich ein bisschen zu trocken geworden sein sollte, kann man den Putz vor dem nächsten Arbeitsschritt noch einmal mit einer Nebelsprühflasche leicht anfeuchten. Denn nun kommt das Zeitungspapier ins Spiel. Dieses wird auf die Putzoberfläche aufgelegt und mit der Moosgummiwalze kreuz und quer angedrückt. Dabei wird die Knitterstruktur der Zeitung in den Putz geprägt. Danach wird das Papier abgenommen und in die angrenzende Fläche eingerollt. Auf diese Weise strukturiert man die gesamte Putzoberfläche. Das Zeitungspapier kann solange verwendet werden, bis es spürbar feucht ist. Dann sollte es getrocknet bzw. gegen eine neue Zeitungsseite ausgetauscht werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten kann die Zeitung dann selbstverständlich wie gewohnt ins Altpapier wandern. So entsteht kein unnötiger Abfall, was mit dem umweltfreundlichen Baustoff Lehm sehr gut harmoniert.

 

Die Intensität der Struktur lässt sich in einem gewissen Rahmen steuern. Je stärker die Knüllstruktur des Zeitungspapiers ist, desto deutlicher zeichnet sich diese selbstverständlich auch im Putz ab. Und in einem feuchteren Putz prägt sie sich stärker ein als in einem stark abgetrockneten. Allerdings sollte der Putz niemals so feucht sein, dass beim Abnehmen des Papiers die Oberfläche aufgezogen wird, denn das würde die filigrane Knitterstruktur stören. Und gerade diese macht die Oberfläche ja so interessant.

BÜRO WUPPERTAL


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