Risse und Löcher im Lehmputz

Risse im Lehmputz sind ein lästiger Nachteil dieses Materials – doch wie entstehen sie eigentlich? Und wie können Sie wieder entfernt werden? Wir informieren über Ursachen, Folgeschäden und wie Sie gegen diese Risse vorgehen und ihnen vorbeugen können!

Sorgfältig verarbeiteter Lehmputz besteht aus Ton, Sand und Feinstsanden. Er stellt eine gesunde und in vielen Aspekten vorteilhafte Alternative zu konventionellem Wandputzen aus Gips, Kalk oder Zement dar – Putz aus Lehm ist in Deutschland weit verbreitet, leicht erhältlich und kann umweltfreundlich abgebaut werden.

 

Risse im Lehmputz sind zwar keine Seltenheit, jedoch besitzt das Material auch einige positive Eigenschaften: Es sorgt für ein angenehmes Raumklima, sowie für eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit im Raum und ist als natürliches Produkt umweltfreundlich und sogar wiederverwendbar. Das macht Lehm seit Jahrtausenden zu einem beliebten Baumaterial.


Ursachen

Die Ursache der Rissbildung liegt in den meisten Fällen die Natur des Baustoffes Lehmputzes zugrunde: Lehm ist natürliches Material, das bei der Verwendung als Putz mit Wasser vermischt wird. Er besitzt also eine cremige Konsistenz und ist bei Verarbeitung feucht. Durch das Trocknen nach dem Auftragen zieht sich der Lehm zusammen – Risse entstehen. Der Lehmputz kann auch reißen, wenn er zu dick oder zu einer kalten Jahreszeit aufgetragen wurde und deswegen nicht korrekt durchtrocknen konnte.

Weitere Ursachen für im Lehmputz entstehende Risse sind eine ungeeignete Lüftung nach der Verarbeitung oder dass dem Material keine Fasern wie beispielsweise Stroh oder Hanf zugesetzt wurden. Diese Zusatzstoffe sorgen für eine bessere Bindung. Risse können auch konstruktionsbedingter Art sein: Wenn sich Bauteile nach dem Verputzen noch im Volumen, der Lage oder Größe ändern, kann der Putz Schäden davontragen.

Folgen von Rissbildung im Lehmputz

Die offensichtlichste Folge ist ein optischer Mangel: Die Wand sieht unsauber verputzt aus und die entstandenen Risse sehen im Vergleich zu einer sachgemäß mit Lehmputz verarbeiteten Wand sehr unschön aus. Oft wölbt sich der Putz als Folge, weil sich der Lehm vom Untergrund löst.

Risse reparieren und ihnen vorbeugen

Ist der Lehmputz bereits gerissen, muss zunächst überprüft werden, wo die Ursache liegt und diese nach Möglichkeit fachmännisch beseitigt werden, um zu vermeiden, dass der gleiche Fehler erneut auftritt. Ziehen Sie dabei am besten einen Fachmann hinzu – dieser kann sicherstellen, wo die Quelle der Risse liegt. Danach sollte in Erfahrung gebracht werden, wie groß der entstandene Schaden ist. Ist der Lehmputz sehr tief und großflächig gerissen, ist es in der Regel ratsam, den Putz abnehmen und komplett neu auftragen zu lassen. Sind die Risse nur fein sichtbar und auch nicht außerordentlich tief, können Sie die gerissene Schicht noch einmal vom Maler verputzen lassen. Dies wird beim Verputzen mit Lehm generell empfohlen, da Lehm aufgrund seiner Materialeigenschaften beim Trocknen grundsätzlich zu Rissen neigt. Fachkundige Maler verputzen die Wand bei Verwendung von Lehm also meistens zweilagig: zunächst mit einer dickeren Schicht, die danach wiederum mit einer dünneren Schicht aus Lehmputz überstrichen wird, um feinste Risse verschwinden zu lassen. Dabei ist es wichtig, die erste Schicht vollständig trocknen zu lassen. Auch sollte der verwendete Lehm abgemagert werden, das heißt vor dem Verarbeiten mit Sand versetzt werden.

FAZIT

Risse im Lehmputz entstehen meistens beim Trocknen des Lehms oder durch nicht fachgerechte Verarbeitung. Sie können je nach Intensität oft leicht ausgebessert werden, sind allerdings ein optischer Makel und können zu schwerwiegenderen Schäden führen, wenn sie nicht entfernt werden. Vertrauen Sie beim Verputzen mit Lehm auf einen Profi – so können kurz- und langfristige Schäden wie Risse an der Wand und am Bauwerk vermieden werden.


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