Die natürliche "Klimaanlage" an den Wänden

Lehm ist einer der natürlichsten Baustoffe überhaupt und besitzt sehr gute bauphysikalische und baubiologische Eigenschaften. In Deutschland wurde Lehm jahrhundertelang beim Bau von Fachwerkhäusern verwendet. Doch dann geriet er in Vergessenheit, wurde als „altbacken“ oder „out“ stilisiert. Doch Zeiten ändern sich und mittlerweile erlebt Lehm ein regelrechtes Revival. Dem Bio-Trend bei den Lebensmitteln folgend, werden auch natürlich Baustoffe von den Kunden vermehrt nachgefragt. 

Wertvolle Eigenschaften

Aufgrund seiner feuchtigkeitsregulierenden Wirkung wird Lehm gerne als Innenwandputz eingesetzt. Der Dachverband Lehm e.V. führt dazu aus: „Als Baustoff verbessert Lehm entscheidend das Raumklima. Durch die Aufnahme und Abgabe reguliert er die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise. Zudem bietet er durch seine Masse eine gute Schalldämmung und wärmespeichernde Eigenschaften.“ Doch Lehm werden noch mehr gute und gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. So soll Lehm zudem in der Lage sein, in der Raumluft vorhandene Schadstoffe zu absorbieren und auf diese Weise die Umgebungsluft zu „reinigen“.

 

Vielseitige Möglichkeiten

Dank seiner guten Eigenschaften kann Lehminnenputz auf fast allen Untergründen, egal ob auf Gipskarton, Beton oder auf Kalkwänden aufgebraucht werden. Für den entsprechend gewünschten Look können die Wände dann gefilzt und, oder geglättet werden.

Wiederentdeckung des Stampflehms

Mit Stampflehm werden tragende oder nichttragende Wände sowie Stampflehmböden hergestellt. Im Stampflehmbau wird erdfeuchter Stampflehm in stabile Schalungen gefüllt oder auf Bodenflächen aufgebracht und mit Stampfern verdichtet. 

Der Rohstoff wird unmittelbar zum monolithischen Bauteil. Die beeindruckenden Bauten des Orients, die flächige historische Anwendung in Europa und zahlreiche moderne Beispiele belegen die Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit dieser Technik.

In der Vergangenheit war der Stampflehmbau dort verbreitet, wo das für diese Bauweise notwendige Lehm- und Korngemisch vorlag. Heute wird Stampflehm beispielsweise für Südwände oder in der passiven Solarenergienutzung im Zusammenhang mit großflächigen Verglasungen verwendet. Ganze Gebäude werden wegen der Feuchte- und Wärmespeichereigenschaften aus Stampflehm erstellt. 

Der wichtigste Grund für die Wiederentdeckung der alten Bautechnik liegt aber gewiss in der ästhetischen und architektonischen Ausdruckskraft der schweren und monolithischen Stampflehmwände. Ihre Kraft ist die Präsenz der Masse. Es entstehen skulpturale Wände, die für sich wirken oder architektonische Spannung als Kontrasterlebnis zu leichten und transparenten Konstruktionen aufbauen.


Moderne Lehmgestaltung

Lehm ist ein Gemisch aus Sand, Schluff und Ton. Heute ist Lehm nicht mehr mit dem modrigen Geruch von bröckelig-braunem Erdmatsch zu verbinden, sondern es gibt ihn heutzutage in durchaus verschiedenen und sehr ansprechenden Varianten und zudem in sehr vielen unterschiedlichen Farbtönen. Viele Kunden wundern sich wie modern Lehm aussehen kann oder sind verwundert, wenn sie erfahren, dass die Gestaltung, die ihnen gefällt, aus Lehm ist. Es Lehm mit Stroh, Glitzer oder Glimmer, mit Silber- und Goldpigmenten, sogar Muscheln können verarbeitet werden. Unterschiedliche Strukturen und Techniken lassen das natürliche Material mal sehr modern oder auch eher zurückgenommen erscheinen. Damit der Wandinnenputz keinesfalls langweilig oder altbacken daherkommt, können wir Ihnen unterschiedlichste und sehr individuelle Techniken, von edel und modern bis hin zu grob und rustikal, anbieten.

Ökologischer Schimmelschutz

Lehm kann große Mengen an Luftfeuchtigkeit schnell aufnehmen wenn viel davon da ist, speichern, und später wieder langsam abgeben wenn die Luft zu trocken wird (z.B. nach dem Lüften). So wird die im Raum anfallende Feuchtigkeit zum Beispiel beim Kochen, Duschen oder auch aus der Atemluft zwischengespeichert. In Räumen in denen ausreichend Lehm verwendet wurde, liegt die relative Luftfeuchtigkeit in der Regel ganzjährig im Bereich von 40 - 60%. So wird ein sehr angenehmes Raumklima geschaffen, das zugleich optimal für die menschliche Gesundheit ist. Denn bei ca. 50% Luftfeuchtigkeit wird das Austrocknen der Schleimhäute verhindert, wodurch Erkältungen und Grippalen Infekten vorgebeugt wird. Zudem fühlt man sich in diesem Feuchtebereich einfach wohl.  Lehm reguliert also die Raumluftfeuchtigkeit. Gleichzeitig ist er sehr diffusionsfähig.

Fotos: CLAYTEC


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