Professionelle Praxisgestaltung | 2

Speziell ausgearbeitete Gestaltungskonzepte berücksichtigen heute die Gegebenheiten des für die Praxis vorgesehenen Gebäudes und gleichzeitig die speziellen Wünsche des Arztes und seiner Angestellten. Auf diese Weise kann sich eine eigene Praxisidentität entwickeln. Gerade Boden-, Wand- und Deckenflächen haben dabei besonders großen Einfluss auf das Erscheinungsbild und die gewünschte Corporate Identity, bilden sie doch die eigentliche Raumhülle. Die ganzheitliche Planung unter Einbeziehung aller Bauelemente, Einrichtungsgegenstände und Materialien ist jedoch eine komplexe und herausfordernde Aufgabe für alle, die sich mit diesem Thema intensiver beschäftigen.

Mal ehrlich: Gehen Sie gerne zum Arzt? So ein anstehender Praxisbesuch ist doch für die meisten von uns eher mit Gefühlen der Unsicherheit, mit Sorgen und im schlimmsten Fall auch mit Schmerzen verbunden. Wenn Sie sich dann noch in Räumlichkeiten wiederfinden, die diese Eindrücke verstärken, kann der Mediziner noch so gut sein – Sie werden sich zweimal überlegen, ob Sie wiederkommen. Neben der bestmöglichen Behandlung sollte es daher also auch Ziel eines jeden Arztes sein, dass sich seine Patienten gut beraten, rundum versorgt und darüber hinaus in seiner Praxis auch wohl fühlen. Neben dieser Fürsorgeverantwortung gegenüber den Menschen, die sich ihm anvertrauen, verpflichten ihn aber auch rein wirtschaftliche Gründe zu solchen Überlegungen. Schließlich möchte er seine Praxis dauerhaft halten und muss daher dafür Sorge tragen, dass seine Patienten möglichst gerne wiederkommen. An erster Stelle steht dabei selbstverständlich die fachliche Kompetenz und das daraus resultierende Vertrauen in den gewählten Mediziner. Daneben sind ein gut geschultes, freundliches Team und eine zeitgemäße, moderne technische Ausstattung aber nicht wegzudenken. Wer jedoch meint, damit hätte er alles Wesentliche bedacht, irrt sich gewaltig, denn auch die Atmosphäre in den gewählten Räumlichkeiten spielt eine wichtige Rolle: Ästhetik, Raumplanung und Orientierung sind ausschlaggebende Faktoren für das Befinden der Patienten sowie des gesamten Praxisteams.

Die verschiedenen Gestaltungsmodelle sollten sich an den differenzierten Praxen und deren unterschiedlichen Leistungsangeboten (Allgemeinmediziner/Internisten, Zahn- und Kiefer-Mediziner, Kinderärzte, Frauenärzte, Heilpraktiker/Praxen-Objekte) orientieren.

Wir möchten ihnen hier vier verschiedenen Modelle für ihre Praxiswelt vorstellen:

Die Präventiv-Praxis

 

Die gewählten Farben sind Signale, die noch vor der Betrachtung von Architektur, Lichtgestaltung und Möblierung das thematische Rückgrat der Gestaltung bilden. Insgesamt wird dabei auf Zeitlosigkeit statt auf Mode gesetzt, was die Patienten beruhigen soll. Daher empfiehlt sich, die Farbflächen großzügig – also nicht kleinteilig – in Szene zu setzen. Die verwendeten mitteltonigen Rot- und Rot-Orange-Farben dürfen jedoch keine Kontraste provozieren, sondern sollen komplementäre Akzente zu den grünlich angehauchten Grau- und Beige-Tönen bilden. Ein weiterer Vorschlag ist, jeden einzelnen Raum immer aus zwei bis drei Farbtönen heraus zu gestalten.

Foto: Esvitale


Die Wohlfühl-Praxis

 

Auf der einen Seite sind die Farben dieses Modells hell und warmtonig (Gelb, Orange, Terrakotta und gebrochene Weiß-Töne), zum anderen vermitteln sie einen Stimmungsquerschnitt alters- und geschlechtsspezifischer Gemütlichkeits-Merkmale. Die Gestaltungsebene „Wohlfühl-Praxis” folgt einer Anmutungs-Systematik von Empathie- und Geborgenheitsaspekten. Sie präsentiert sich in ihrer warmtonig- sonnigen aber auch teilweise erdigen und naturhaften Farbigkeit.

Foto: Multeci


Die Angst-/Stressfrei-Praxis

 

Hier müssen die einzelnen Töne ein wohl abgewogenes Klangbild von Zartheit, Zuwendung, von Kühle und Reduktion aber auch von Wärme und Geborgenheit vermitteln. Die Angst- und Stressfrei-Praxis bedarf sowohl Ablenkungs- als auch Konzentrations-Charakteristika. Sie sollte auf keinen Fall karg und nur auf bloße Beruhigung hin gestaltet sein. Es sind Töne wie Mittel-Blau, Azur und Licht-Grau oder Beige, Ocker und Orange zu verwenden.

Foto: Thöne


Die Regenerativ-Praxis

 

Dieses Gestaltungsmodell basiert auf den Grundtönen Grün, Blau und Sand. Nicht mit aller Kraft, sondern mit Maß und unleugbarer Sanftheit produziert die Palette Empfindungen von Wachstum und frischer Naturidylle. Sie besitzt viel Chlorophyll und einen Hauch neblig-wässriger Trübung. Gerade ein/zwei Töne der Akzentfarbreihe sind mitteltief gehalten. Sie sollen bei der Gestaltung nur eine begleitende, akzentuierende und damit eine quantitativ geringe Beteiligung erhalten. Die Ausarbeitung einer regenerativen Umgebung muss ganz eindeutig auf jede Art von Sinneswahrnehmungs-Überreizung verzichten. Es ist darum angesagt, neben weichen Farben, ebensolche Farbübergänge zu schaffen. Genauso gilt, Gestaltungsgrundsätze der Symmetrie und der Balance zu beachten.

Foto: Thöne



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