Ganz in Weiß oder doch farbig?

Als Verbindung zwischen den Gebäudeebenen spielen Treppen sowohl architektonisch wie innenarchitektonisch eine zentrale Rolle. Als markantes Gestaltungselement können sie die architektonische Formensprache betonen oder diese im Inneren widerspiegeln. Bei der Entwicklung von Gestaltungskonzepten für Treppenhäuser sind generell zu berücksichtigen: die Lage innerhalb des Gebäudes, die Architektur, die Nutzung des Gebäudes, Orientierung und Beleuchtung.

 

Wenn das Treppenhaus zugleich der Eingangsbereich zum Gebäude ist, geht es nicht nur um die Innenraumgestaltung, sondern immer auch darum, einen Übergang von der Außen- zur Innenwelt und umgekehrt zu schaffen. Der Eingang ist immer der erste und der letzte Eindruck, und daher ein ideales Einsatzgebiet für die Farbgestaltung. Hier liegen für Maler große Potenziale, die der Türöffner für neue Kunden und neue Aufträge sein können.

Ganz in Weiß

Strahlendes Weiß spielt in der Gestaltung von Architektur und Innenarchitektur eine große Rolle, denn es lässt lichte Räume entstehen, die Weite vermitteln und durch ihre Leichtigkeit eine beruhigende Wirkung auf den Betrachter haben. Gleichzeitig ist Weiß ein echter Verwandlungskünstler und wirkt, je nachdem, ob es mit Blau, Grün, Gelb, Orange oder Rot kombiniert wird, ganz unterschiedlich – von kühl-distanziert bis zu freundlich-warm. Eine weitere Eigenschaft von Weiß ist, dass es optisch vergrößernd wirkt. Oftmals stellt sich in vornehmlich weiß gestalteten, lichtdurchfluteten Räumen auch das Gefühl ein, alles sei leiser. Ähnlich wie bei frisch gefallenem Schnee scheint es, als ob alles Bunte, Laute und Hektische hier von einem abfallen kann.

 

Doch Weiß ist nicht gleich Weiß. Denn bei Innendispersionen wird der Weißfarbton maßgeblich dadurch bestimmt, welche Rohstoffe in Abstimmung auf das Hauptanwendungsgebiet eingesetzt werden. Ein hoher Weißgrad ist immer ein Kriterium für eine qualitativ besonders hochwertige Farbe für hochwertige Objekt- und Wohnbereiche.

 

 

 

Foto: Spitzbart Treppen

Intensive Farbtöne

Starke, frische, intensive Farbtöne und Farbkontraste sorgen für eine lebendige Atmosphäre. Sie eignen sich ideal, um die Anonymität aus den Fluren und Treppenhäusern herauszunehmen und bei den Nutzern Wohn- und Wohlgefühl zu wecken. Wie kaum ein anderes Gestaltungsmittel schaffen Farben Identifikation. Bei der Farbaussage gilt: Die Nuancen aus der gesamten Rot-, Orange- und Gelbfamilie wirken warm und aktivierend. Immer öfter finden auch kühle Grün-, Blau- und Violetttöne in der Eingangs- und Treppenhausgestaltung Anwendung, die in Verbindung mit Weiß sehr modern und edel erscheinen. Sehr offen und belebend – vor allem auch bei baulich zu klein geratenen Türöffnungen – wirken in Streifen gesetzte Farbflächen aus unterschiedlichen Tönen. Dabei ergeben Kombinationen monochromer Farben oder die Verbindung eines bunten Farbtons mit Weiß und edlem Grau eine zeitlos – klassische Aussage. Wird dagegen ein hoher Wiedererkennungseffekt oder eine spannungsreiche Gestaltung mit besonders repräsentativer Wirkung gewünscht, sind kräftigere Töne erlaubt. Starke Nuancen sollten allerdings durch entsprechend zurückhaltende Gegengewichte aufgefangen werden, damit sie den Betrachter visuell nicht überfordern. Sehr harmonisch, ruhig und zugleich einladend wirkt das Zusammenspiel zweier oder dreier, auf dem Farbkreis nebeneinanderliegenden Töne.

Fotos: Malerblatt.de

Farbe als Wohlfühlfaktor

Dass Farbe ein Phänomen ist, das sich ohne Umwege auf das menschliche Wohlbefinden auswirkt, nutzen auch immer mehr medizinische und Pflegeeinrichtungen für sich. Bewusst werden Farbgestaltungskonzepte hier therapeutisch eingesetzt, um z. B. Zahnarzt-Patienten die Angst vor der Behandlung zu nehmen oder Demenzkranken in Heimen die Orientierung zu erleichtern. Bei der Farbgestaltung von Treppenhäusern und Fluren in Kliniken und Arztpraxen dürfen, anders als in Patientenzimmern, OP-Räumen oder Laboren, auch durchaus intensive Farbtöne zum Einsatz kommen.

Farbe als Farbleitsystem

Ein Pflichtbestandteil jedes Gestaltungskonzeptes für ein Treppenhaus oder einen Flur ist die Funktionalität. Dazu gehört, dass sich Besucher, Bewohner und andere Nutzer schnell orientieren können. Die Farbgestaltung vermittelt differenzierte Raumerlebnisse, die die architektonische Gliederung unterstützen und dem Nutzer dadurch eine wertvolle Orientierungshilfe bieten. Noch mehr Orientierung bietet ein Farbleitsystem, das durch den Einsatz von Wandmarkern, farbigen Markierungsbändern und farbigen Türlaschen die Wege weist. Ein solches Farbleitsystem wird häufig in öffentlichen Gebäuden wie Schulen eingesetzt, wo nicht nur die Nutzer davon profitieren, sondern darüber hinaus auch Sicherheitskräfte wie Rettungsdienste oder Feuerwehren.

 

 

Fotos: Rathaus Gelsenkirchen

Höchste Ansprüche

Neben den ästhetischen Aspekten gibt es zahlreiche funktionelle Anforderungen, die bei der Gestaltung von Treppenhäusern und Fluren zu berücksichtigen sind. Nutzungsbedingt sind hier besonders hohe Strapazierfähigkeit und Reinigungsfähigkeit gefordert. Auch die mechanische Belastung kann außergewöhnlich hoch sein. Für solche Einsatzgebiete braucht es Innendispersionen mit einer Nassabriebbeständigkeit der    Klasse 1 nach EN 13300. Eine weitere Anforderung kann die Eigenschaft „schwer entflammbar“ sein. Eine entscheidende Rolle für die Qualität eines Beschichtungsmaterials spielt das eingesetzte Bindemittel. Für Qualität und Optik empfiehlt sich Reinacrylat. Das Bindemittel ist für eine ausgezeichnete Reinigungs- und Strapazierfähigkeit verantwortlich und sorgt dafür, dass die beschichtete Oberfläche nicht klebt und vergilbt. So entstehen durch entsprechende Beschichtungen belastbare Oberflächen.

Planen Sie ihr Treppenhaus zu renovieren oder suchen Sie noch nach einer passenden Farbgestaltung?

Kontaktieren Sie uns einfach hier und wir entwickeln gemeinsam ein auf ihre Ansprüche zugeschnittenes Farbkonzept.

BÜRO WUPPERTAL


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