Schimmelsanierung - Alles was Sie wissen müssen - TEIL 1

Für Menschen wird der Befall mit Schimmel oft erst sichtbar, wenn dunkle Flecken auftauchen.

Dann kann er Bausubstanz und Gesundheit bereits beeinträchtigen. Ursachen können unbemerkte Haarrisse in Wasserleitungen, beschädigte Silikonfugen oder falsches Lüftungsverhalten sein.

Nahrung, Zeit und Feuchtigkeit – kommen diese drei Faktoren zusammen, bildet sich Schimmel. 

Lesen Sie in Teil 1 unserer großen Serie wie sie als Laie Schimmel erkennen und was im Vorfeld getan werden kann, damit es erst gar nicht zum Schimmel kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: 

Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz

Wie erkenne ich als Laie Schimmel?

Nur im Idealfall kann auch ein Laie ggfs. unter Zuhilfenahme einer Lupe Schimmelpilze sicher erkennen, wenn die typischen Strukturen eines Schimmelpilzes (Myzel, Sporen) sichtbar sind.

Zur einfachen Bestätigung, ob dunkle Flecken an der Wand  tatsächlich Schimmel sind, können Klebefilmpräparate genommen werden. Der Nachweis der Mikroorganismen erfolgt anschließend mikroskopisch durch Fachleute. So kann z.B. eine Schwarzverfärbung durch Fogging von einem Schimmelpilzbefall unterschieden werden. Entnommene Materialproben können ebenfalls untersucht werden.

 

Bei nur muffigem Geruch und wenig sichtbaren Schimmelpilzbefall empfiehlt der aktuelle Leitfaden des Umweltbundesamtes Luftproben zu testen.

Es ist jedoch nicht jeder Schnelltest geeignet, der am Markt angeboten wird.

 

Da ein Laie die Schimmelpilztests nicht wirklich beurteilen kann, sollte er sich lieber kompetente Hilfe suchen. 

Das Umweltbundesamt nennt Verbraucherzentralen, Mieter bzw. Haus-und Grundeigentümer-Vereine, das zuständige Gesundheitsamt oder Netzwerke zur Schimmelpilzberatung in Deutschland als Ansprechpartner, die lokal Fachleute vermitteln können.

 

Download Umwelt Bundesamt:
Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden

 

Eine Ortsbegehung durch Fachleute ist in diesem Zusammenhang auch insofern sinnvoll, als gleichzeitig Hinweise zur möglichen Ursache mit aufgenommen werden können.

Grundsätzlich empfiehlt der Leitfaden des Umweltbundesamtes ab einer bestimmten Schadensgröße die Beseitigung nicht selbst vorzunehmen:

Ist der Befall größer 0,5 Quadratmeter oder ist bei einer geringeren Größe der Befall nicht nur oberflächlich, sollte auf jeden Fall eine Fachfirma eingeschaltet werden.

Was kann im Vorfeld getan werden, damit es erst gar nicht zum Schimmel kommt?

Das wesentliche Kriterium für Schimmelpilzwachstum ist das Vorhandensein von Feuchtigkeit. Es muss  vermieden werden, dass an Bauteiloberflächen längerfristig hohe Luftfeuchtigkeit vorliegt. Ab 80% Luftfeuchtigkeit können praktisch alle Schimmelpilzarten gut wachsen. Leider ist die Luftfeuchte an den im Vergleich zum Raum kälteren Außenwandoberflächen im Winterhalbjahr auch höher als im Raum selbst. Beispielsweise wird bei einem „ gesunden“ Wohnklima von 20°C und 50% Luftfeuchte die kritische Luftfeuchte an der Wand schon bei einer Wandoberflächentemperatur von 12.6 °C erreicht. Bei nicht gedämmten Altbauten wird diese Temperatur an kalten Wintertagen insbesondere in Gebäudeecken leicht unterschritten. Deshalb sind wirksame Maßnahmen die Außen- oder Innendämmung, die die Wandoberflächentemperaturen erhöhen, oder  -wie die Verbraucherzentralen empfehlen- eine weitere Absenkung der Raumluftfeuchte:


“Im Winter sollte die relative Luftfeuchte nicht lange über 50 Prozent - in schlecht gedämmten Gebäuden besser nicht über 40 Prozent - liegen.“ 

 

Die einfachste Methode, das eigene Lüftungsverhalten zu überwachen sind handelsübliche digitale Hygrometer/Thermometer. Besser für die Überwachung kritischer Wandstellen sind z.B. sog. „Schimmelwächter“, die die Luftfeuchte direkt an der fraglichen (Wand)Stelle messen und anzeigen, wann geheizt/gelüftet werden muss.

Lesen Sie im zweiten Teil unserer großen Serie über Schimmelsanierung wie Malerbetriebe helfen können und welche Sanierungsmöglichkeiten es im Einzelnen gibt.

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