Effektbeschichtungen für ein besonderes Farbenspiel

Metallic, Glitter und Glanz – diese Effekte sind bei den Kreativtechniken derzeit das bestimmende Element. Ein changierendes Effektpigment vervollständigt die Glamour-Familie: ausgehend von Grün über Silber bis zu Orange-Rot oder von Blau über Türkis zu Grün eröffnet es für die Gestaltung von Lasuroberflächen völlig neue Dimensionen. Je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall ergibt sich ein lebendiges Farbenspiel.

Neu ist der Effekt eigentlich nicht. So genante „Flip-Flop-Lackierungen“ sind aus der Automobilbranche – insbesondere in der Tuning-Szene – schon seit Jahren bekannt. Bei einer Flip-Flop-Lackierung kommen spezielle Metalleffekt- oder Interferenzpigmente im Lack zum Einsatz. Je nach Blickwinkel ändert der Lack seine Farbe – etwa von Blau zu Grün. Für diesen „Flip-Flop-Effekt“ sorgen spezielle Pigmente. Zusätzlich zur Basisfarbe sind dem Lack plättchenförmige Interferenzpigmente aus Aluminium- oder Metalloxid beigemischt, die sich im Lack parallel ausrichten. Das führt dazu, dass ein großer Anteil des Lichts an diesen reflektiert wird, so dass die Helligkeit im Glanzwinkel sehr hoch ist. Entsprechend fehlt dieser Anteil des Lichtes in flacheren Betrachtungswinkel, so dass die Helligkeit gering ist. Je nach Betrachtungswinkel entsteht so ein Farbtonumschlag.

Flip-Flop für die Wand

In einer Gestaltungs-Ära, in der Glanz und Glamour Innenräume dominieren, war die Zeit endlich reif, diesen Effekt auf die Wandgestaltung zu übertragen. Mehrfarbig schimmernde Perlglanzpigmente sollen Wandlasuren aufwerten und Extravaganz in die heimischen vier Wände bringen. Die Pigmente bestechen durch ihr spezielles Farbwechselspiel, das bislang eben nur hochwertige Autolackierungen darstellen konnten. Ausgehend von Grün über Türkis zu Blau oder von Grün über Silber bis zu Orange-Rot eröffnet es für die Gestaltung von Lasuroberflächen völlig neue Dimensionen. Je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall erscheint die Wandoberfläche in ihrem eigenen individuellen Farbspiel.

Foto: Caparol


Untergrundvorbereitung

Damit der Effekt besonders gut zur Geltung kommt, empfiehlt es sich, den Untergrund in einer intensiven oder dunklen Farbe vorzustreichen. Das Farbwechselpigment, das von Grün über Silber zu Rot-Orange wechselt, macht sich beispielsweise besonders gut auf einer Grundbeschichtung in einem Grauton, der einen Hang zu Khaki hat. Für die Grün-Türkis-Blau-Variante empfiehlt sich dagegen eine schwarze Dispersionsfarbe.

 

Je glatter, desto intensiver

Der Untergrund selbst sollte mindestens die Anforderungen für Gipsuntergründe nach Qualitätsstufe Q4 erfüllen. Bei der Herstellung eines glatten Untergrundes besonders sorgfältig zu arbeiten, wird später belohnt. Denn je rauer der Untergrund, desto weniger ist vom Effekt sichtbar – je glatter er ist, umso intensiver tritt der Effekt in Erscheinung. Erst durch die sehr glatt gespachtelte und intensiv gefärbte Untergrundbeschichtung erlangt diese Technik ihre volle Tiefe und Ausdrucksstärke. 

Grünspan-Patina

Mithilfe der Farbwechselpigmente lässt sich auch ein interessanter Kupfer- bzw. Grünspan-Effekt erzielen. Diese künstlich gealterte Oberfläche wird durch das Übereinanderlegen zweier polarisierend farbiger Farbwechselpigmente erreicht. Der Grundfarbton dieser Technik ist ein satter Grauton. Danach folgt eine Beschichtung aus glänzender Lasur, der drei Volumenprozent des Grün-Türkis-Blau-Pigmentes zugefügt sind. Nach der Trocknung lasiert man die Fläche ein zweites Mal – nun mit einer Lasur, der ein Grün-SilberRot-Orange-Pigments zugesetzt ist.

 

Ins rechte Licht gerückt

Die Lasuren werden auch bei der Grünspan-Technik aufgerollt, anschließend im Kreuzgang nachgespachtelt. Je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall ergibt sich der Eindruck, eher Kupfer- bzw. Grünspanfarbtöne wahrzunehmen.

Wie bei allen Beschichtungen mit glitzernden oder schimmernden Effekten leben auch die Farbwechselpigmente von der richtigen Inszenierung in Verbindung mit Licht. Streiflicht, das von einer großen Fensterfläche ausgeht, Deckenfluter oder aber Spots, die auf die Fläche gerichtet sind, lassen die Technik zu dem werden, was sie ist: ein Eye-Catcher, der einem Raum Lebendigkeit und Extravaganz verleiht.

Foto: Caparol


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